Veuve Clicquot Ponsardin



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Veuve Clicquot Ponsardin ist der Name einer der bekanntesten Champagnermarken.

Die Kellerei der Firma liegt in Reims in der französischen Provinz Champagne und gehört zur Moët Hennessy Louis Vuitton S. A. LVMH Gruppe.


1772 gründet Philippe Clicquot einen Weinhandel unter der Marke Clicquot. 1805 stirbt Francois Clicquot, der Sohn des Unternehmensgründers.

Die achtundzwanzigjährige Witwe (= franz. "Veuve") Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin übernimmt daraufhin das Geschäft ihres verstorbenen Gatten. Während sich Europa nur schwer von den napoleonischen Kriegen erholt, gelingt es ihr, ihren Champagner in die ganze Welt zu exportieren. Die mutige, einfallsreiche Geschäftsfrau stellt ihre Produkte an allen Herrschaftshöfen Europas vor und trägt zur Ausstrahlung des französischen Savoir-vivre bei. Nach kurzer Zeit ist ihr kostbarer Wein nicht mehr nur ein Erfolgsprodukt, sondern ein regelrechter Mythos. Die perfektionistische Frau Clicquot inspiziert selbst nachts ihre Weinkeller, um über die Entwicklung der Cuvée zu wachen. Sie erfindet das Rüttelverfahren, erwirbt Parzellen in den besten Weinbergen und kämpft energisch gegen Nachahmungen.

1841 zieht sich die Witwe Clicquot aus dem Unternehmen zurück, Nachfolger wird der Kellermeister Edouard Werlé.

Als Madame Clicquot 1866 im Alter von 89 Jahren stirbt, hinterlässt sie ein großes Champagnerhaus, das zu einem Symbol für französischen Luxus, für distinguierten Genuss und Lebensstil geworden ist.

1884 übernimmt der Sohn von Edouard Werlé, Alfred Werlé die Firmenleitung.

Wie lieb und luftig perlt die Blase/ Der Witwe Klicko in dem Glase!

(Wilhelm Busch, Die fromme Helene (1872) - Kapitel 9, Die Hochzeitsreise)

Eine Biographie der Witwe Clicquot findet sich in dem Sammelband "Brillante Bilanzen", Fünf Unternehmerinnen und ihre Lebensgeschichte, von Magdalena Köster, Verlag Beltz + Gelberg, www.beltz.de

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